Vielfalt und Integration

Ein Großteil der in Hamburg lebenden Zuwanderer ist längst in unserer Gesellschaft angekommen. Dennoch bleibt Integration eine wichtige Herausforderung. So haben wir beispielsweise eine verpflichtende Sprachförderung für Kinder im Vorschulalter sowie eine verpflichtende Vorschule bei Sprachdefiziten eingeführt, um zu garantieren, dass alle Kinder bei ihrer Einschulung ausreichend Deutsch verstehen und sprechen können. Sprache bildet die Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration – dies gilt sowohl für Schulkinder als auch für Erwachsene. Deshalb bin ich Vertreter des Prinzips Fördern und Fordern: Die Pflicht des Staates besteht darin, Zuwanderer bei ihrem Prozess der Integration zu begleiten und sie stärker zu unterstützen, beispielsweise bei der Vermittlung und Durchführung von Sprachkursen. Im Gegenzug dazu kann verlangt werden, dass sich alle bemühen, die deutsche Sprache zu lernen und sich in unsere Gesellschaft einzugliedern.
Erfolgreiche Integration gelingt, wenn Zuwanderer eine faire Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen und diese mit eigenen Bildungsanstrengungen auch nutzen. Damit einher geht die weitmöglichste Anerkennung von Bildungsabschlüssen und Berufsqualifikationen aus den Herkunftsländern. Dadurch wird die Lebensleistung von Zugewanderten anerkannt und dem Fachkräftemangel entgegengewirkt. Praxisnahe und kostengünstige Anpassungslehrgänge sollen es Zuwanderern ermöglichen, ihren erlernten Beruf auch in Deutschland schnellstmöglich wieder ausüben zu können.